| Mittwoch, 30.12.2009 00:00 | |
| Ausblick ins Jahr 2010 | |
| Das Grüne Appenzellerland (GRAL) wurde 2004 anlässlich des Feuers in den Alpen auf der hohen Buche gegründet. Dieses Feuer organisieren wir seither jedes Jahr. Damit möchten wir ein Zeichen für den Schutz der Alpen und speziell für die Alpeninitiative setzen. Dies ist dringend nötig, weil immer wieder versucht wird den Alpenschutz zu durchlöchern. Kantonal beschäftigen wir uns mit der fehlenden Identität von Appenzell Ausserrhoden und werden Fragen von Kantonsfusion bis Wiedereinführung der Landsgemeinde diskutieren. Die Gründe für die Abspaltung von St.Gallen sind schon lange nicht mehr aktuell und die Trennung ist weder aus geographischen noch aus verwaltungs¬technischen Gründen sinnvoll. Da wir als junge Partei noch nicht im kantonalen Parlament vertreten sind und die wiederholte Ablehnung des Proporzstimmrechtes unseren Eintritt nicht vereinfacht, sehen wir uns als sogenannte ausserparlamentarische Opposition. Als solche arbeiten wir unter anderem mit Initiativen und Petitionen. Zurzeit diskutieren wir verschiedene Verkehrsinitiativen zur Förderung des explosionsmotorfreien resp. klimaneutralen Verkehrs. Dabei geht es um die Optimierung der Parkplatzbewirtschaftung und der Motorfahrzeugsteuer, um Road-Pricing und die Durchsetzung der bestehenden Lärmgesetze für den Strassenverkehr (z.B. Art. 33 der Verkehrsregelnverordnung). Ob unsere 2005 eingereichte Petition für ein nationalstrassenfreies Appenzellerland Früchte tragen wird, ist noch offen. Es ist zu hoffen, dass das Geld in Bern nicht reicht für dieses unnötige Prestigeprojekt, bei welchem wieder einiges an Naturraum zubetoniert würde. Einen wichtigen Teil zur Erhaltung dieses Raumes tragen die Landwirte bei. Das Grüne Appenzellerland bedankt sich bei allen Landwirten, die Lebensraum nicht nur für die Nutztiere, sonder auch für andere Tierarten schaffen. Zum internationalen Jahr der Biodiversität setzt das Grüne Appenzellerland Akzente und beschenkt Bauern, die sich für die biologische Vielfalt einsetzen, mit einem Obstbaum. 2010 wird uns auch die Frage beschäftigen, ob wir uns den Grünen oder den grünliberalen anschliessen sollen. Da bei der Gründung mit Albert Nufer und Pia Hollenstein zwei Exponenten der beiden Richtungen Pate gestanden haben, ist der Ausgang dieser Ausmarchung offen. Vielleicht werden wir uns auch keiner dieser nationalen Parteien anschliessen. Im nächsten Jahr werden wir uns auch mit den Nachwehen der Minarett-Initiative beschäftigen. Da Trogen als einzige AR Gemeinde diese Initiative nicht angenommen hat, möchten wir versuchen, in diesem Dorf einen runden Holzturm mit Balkon und Spitzdach zu errichten. Wir hoffen dabei auf die Unterstützung durch die einheimische Holzindustrie, welche sich durch die Entwicklung eines Minarett-Bausatzes vielleicht einen wichtigen Platz im weltweiten Minarettexport erobern könnte. Wie dieses Beispiel zeigt, beschäftigen wir uns neben rein politischen Themen auch ganz gerne mit Politpoesie. Dazu organisieren wir jeweils am Montag nach dem letzten Sonntag im April die sogenannte Narragmäänd (Narrengemeinde), Das ist eine sehr alte einheimische Tradition, welche im 19. Jahrhundert verboten und Ende des 20. Jahrunderts wieder zum Leben erweckt wurde. |
|
| Sonntag, 25.10.2009 00:00 | |
| Medienmitteilung des Grünen Appenzellerlandes (GRAL) zur Abstimmung vom 29.11.2009 | |
| 1. Zur Luftverkehrsvorlage des Bundes Gemäss Vorlage soll die Treibstoffsteuer zweckgebunden zu Gunsten von Sicherheits- und Lärmschutzmassnahmen im Luftverkehr eingesetzt werden. Für den Bund entstehen dadurch Mehrkosten von jährlich 20 Millionen Franken. Wir sind dagegen, dass der umweltschädliche Flugverkehr noch weiter subventioniert wird, und wehren uns gegen die Zweckbindung von Steuern. Durch die Schaffung des Fonds werden - nach dem Strassenfonds - einmal mehr Steuergelder zur Förderung umweltbelastender Technologien zweckgebunden, und das im Rahmen von rund 44 Millionen Franken jährlich. Für den Bund bedeutet dies eine Mehrbelastung von rund 20 Millionen Franken. Bereits heute wird die Luftfahrt mit rund 100 Millionen Franken subventioniert. Profiteure wären vor allem die Regionalflugplätze und die Privatfliegerei – bei uns v. a. der Flugplatz Altenrhein, welcher jetzt schon zu viel Lärm und Luftbelastung im Appenzellerland verursacht. Die Luftfahrt schadet der Umwelt, dem Klima und der Gesundheit. All diese Schäden werden nicht durch den Verursacher Luftverkehr bezahlt. Dafür muss die Allgemeinheit aufkommen – zum Beispiel durch höhere Krankenkassenprämien. Denn Lärm und Luftverschmutzung machen erwiesenermassen krank. Fliegen ist hingegen so billig wie noch nie. Der Flugverkehr weist Wachstumsraten auf wie kein anderer Verkehrsträger. Die Zahl der transportierten Passagiere ist in den letzten zehn Jahren von rund 29 Millionen auf knapp 38 Millionen gestiegen. Wenn schon Kerosingelder für den Flugverkehr eingesetzt werden, dann als umweltorientierte Abgabe zur Minderung der Belastungen. Die Flughäfen sind mit erheblichen Entschädigungsforderungen von Anwohnerinnen und Anwohnern wegen Lärmbelastungen konfrontiert. Doch mit den in der Spezialfinanzierung vorgesehenen Mitteln kann der Lärmschutz nicht vollumfänglich finanziert werden. Mit diesen Geldern muss die Luftfahrt gleichzeitig Investitionen in Sicherheits- und Schutzmassnahmen tätigen. Wir fordern daher statt der Spezialfinanzierung eine umfassende Kerosinsteuer und die vollständige Deckung der Umwelt- und Sicherheitskosten nach dem Verursacherprinzip und empfehlen den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern, ein entschiedenes Nein gegen die Bundesvorlage einzulegen. 2. Zum neuen Baureglement von Trogen Unser Vergleich zwischen dem alten und dem neuen Baureglement führte zum Ergebnis, dass zahlreiche Bestimmungen zulasten der Umwelt, der Natur, der Landschaft und des Ortsbildes verwässert oder gar gestrichen werden, ohne dass dies vom neuen kantonalen Recht her gefordert wäre. Es sollte deshalb eine Vorlage für die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger ausgearbeitet werden, welche den Umwelt-, Natur-, Landschafts- und Ortsbildschutz verbessert oder zumindest auf dem Niveau gemäss bestehendem Baureglement hält. Damit dies möglich ist, empfehlen wir den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern von Trogen, das neue Baureglement abzulehnen. |
|
| Freitag, 03.07.2009 00:00 | |
| Holz statt Atom | |
| Atomkraft ist teuer, riskant und vor allem die Atommüllfrage ist ungelöst. Energie aus Sonne, Wind, Biomasse (Holz, Hackschnitzel, Pellets etc.) muss jetzt gefördert werden. Das Grüne Appenzellerland (GRAL) hat deshalb beschlossen, sich gegen neue Atomkraftwerke einzusetzen und das Feuer in den Alpen vom 8. August 2009 unter das Motto: „Holz statt Atom“ zu setzen. Aber Vorsicht, das Verbrennen von Holz ist nicht harmlos. Dabei werden Feinstoffe, Schwermetalle, Dioxine und andere toxische Substanzen freigesetzt. Rest - und Altholz ist diesbezüglich problematischer aber auch bei der Verbrennung von naturbelassenem Holz werden giftigen Stoffe freigesetzt. Eine professionelle, dem Stand der Technik entsprechende Verbrennung ist deshalb speziell in Gebieten mit dichterer Besiedlung unumgänglich. |
|
| Donnerstag, 07.05.2009 11:02 | |
| Hauptversammlung 2009 | |
| Die Hauptversammlung fand am Montag nach dem letzten Sonntag im April, dieses Jahr also am 27. April in der Rab Bar in Trogen statt. Der Kassenbericht lag vor, war aber noch nicht vom Revisor geprüft. Die Mitglieder- und Sympathisantenbeiträge 2009 bleiben unverändert. Der Vorstand konnte um Nils Epprecht erweitert werden. Dieser wohnt in Trogen und Zürich und studiert Umweltwissenschaften an der ETH. Er möchte sich vor allem um die Kontakte zu den Grünen Schweiz kümmern. |
|
| Samstag, 09.08.2008 00:00 | |
| Feuer in den Alpen 2008 | |
| Feuerchen 2008 | |
| Montag, 28.04.2008 00:00 | |
| Hauptversammlung | |
| Die Hauptversammlung (HV) findet am Montag nach dem letzten Sonntag im April, dieses Jahr also am 28. April statt. Wir treffen uns wie letztes Jahr in der Rab Bar beim Restaurant Schäfli in der Nähe des Dorfplatzes in Trogen. Ob anschliessend wieder eine Narrämäänd stattfindet, ist noch offen. Die HV beginnt um 18.30 Uhr. Das Feuer in den Alpen findet am 9. August – wahrscheinlich in der Gegend des Schwarzen Bären – zwischen Speicher und St.Gallen statt. Bitte informiert Euch über die Homepage (www.gruenes-appenzellerland.ch oder www.feuerindenalpen.org) oder bei einem der Vorstandsmitglieder. Ein weiterer Versand ist nicht geplant. Der Vorstand ist dringend auf die Mitarbeit weiterer Mitglieder angewiesen. Aus verschiedenen Gründen ist der Vorstand zurzeit ziemlich passiv und wenn nicht von aussen neue Kräfte dazustossen, wird sich das auch kaum ändern. Auch wegen dem Rücktritt von Tim Walker im letzten Jahr suchen wir dringend mindestens ein neues Vorstands¬mitglied. Mit etwa vier Sitzungen pro Jahr ist der Auf¬wand nicht zu gross. Bitte meldet Euch. Wir vom Vorstand schlagen folgende Themen für die HV vor: 1. Jahresbericht 2007 2. Kassenbericht 2007 3. Revisorenbericht 2007 4. Mitglieder- und Sympathisantenbeiträge 2008. 5. Wahlen (Rücktritt von Tim Walker aus dem Vorstand per 20.5.2007) 7. Diverses, Wünsche und Anträge |
|
| Samstag, 11.08.2007 00:00 | |
| Alpenfeuer 2007 Speicher | |
| Erstmals feuerten Grüne aus dem Appenzellerland und aus dem ganzen Kanton St.Gallen in Speicher gemeinsam für mehr "Gletscher in den Alpen". Herkommend zu Fuss, mit dem Velo, dem Appenzellerbändli oder mit dem Mobility-Auto versammelten sich Grüne aus fast der ganzen Ostschweiz oberhalb der Vögelisegg, um mit einem Feuer in den Alpen auf die weiterhin zunehmende Umweltbelastung hinzuweisen. Mit Musik, Gesang, Jonglieren und vielen Diskussionen begleiteten die Grünen zuerst den herrlich Sonnenuntergang und nachher das lodernde Feuer. Der Alpen- und Klimaschutz stand dabei im Mittelpunkt der Gespräche. Die vielen anwesenden Nationalratskandidatinnen und -kandidaten fordern u.a. mit einer griffigen CO2-Abgabe und einer Klimaschutzstrategie den Bund auf den Ausstoss von CO2 zu begegnen. Ausserdem muss nach Meinung der Grünen die 1994 angenommene Alpeninitiative endlich umgesetzt werden. Die Alpentransitstrassen dürfen nicht mehr ausgebaut werden, darum gehört der Gütertransit auf die Bahn! Mit der Alpentransitbörse steht ein wirksames Instrument zur Verfügung, um die Güter auf die Schiene zu verlagern. Bis alle Transitgüter den Zug nehmen, sind aber noch viele Hindernisse zu überwinden. Darum habe die Grünen mit dem Feuer ein Zeichen gegen die weitere Verzögerung bei der Verlagerung des Schwerverkehrs auf die Schiene gesetzt. Urs Bernhardsgrütter Nationalrat und Vorstandsmitglied der Alpeninitiative verwies auf seinen Vorstoss in dem ein Klimaschutzwochenende mit einem Autofreien Sonntag pro Jahr fordert. Höhenfeuer gehen auf eine uralte Tradition zurück: Schon im Mittelalter dienten sie als Warnsysteme bei drohender Gefahr. Mitte der 1980er wurde die Idee einer europäischen Lichterkette wieder aufgenommen, um auf die schleichende Beeinträchtigung des Ökosystems Alpen aufmerksam zu machen. Die von Wien bis Nizza lodernden Höhenfeuer sind ein Symbol der Solidarität zwischen den Alpenländern und –regionen sowie zwischen den Menschen aus den städtischen Agglomerationen und den AlpenbewohnerInnen. Sie zeigen, dass die Belastungen der Umwelt und die Bedrohungen der kulturellen Eigenarten vor Grenzen nicht Halt machen. Die durch die Höhenfeuer kommunizierten Botschaften sind alljährlich ein Spiegel der aktuellen, zu Besorgnis Anlass gebenden Problemfelder in den Alpen. Ein Dauerbrenner ist der ständig wachsende Transitverkehr, welcher ganze Täler im Alpenraum zu ersticken droht. Das Feuer in den Alpen in Speicher war für die Anwesenden aber nicht nur eine politische Aktion, sondern ein für alle Teilnehmenden einzigartiges Erlebnis. |
|
| Samstag, 12.08.2006 00:00 | |
| Alpenfeuer 2006 Kamor | |
| Dienstag, 13.06.2006 00:00 | |
| „Unser Wasser“, eine Umfrage in Speicher | |
| Seit 2005 bekannt wurde, dass zu Gunsten von Trinkwasser aus dem Bodensee auf das Bachwasser vom Bruderbachtal verzichtet werden soll, ist das Thema „unser Wasser“ für die Bevölkerung von Trogen und Speicher von spezieller Bedeutung. Verschiedene Voten an Gemeindeversammlungen von Trogen zeigten, dass die Bevölkerung lieber das eigene Wasser nutzen möchte. Um die Stimmung in Speicher auszuloten, organisierte das Grüne Appenzellerland (GRAL) Mitte Mai in Speicher eine Umfrage. Die Frage lautete: Möchten Sie lieber Bodenseewasser oder lieber Wasser aus eigenen Quellen trinken? Alle Haushalte in Speicher erhielten dazu einen Umfragebogen. Dieser konnte per Post (oder e-Mail) retourniert werden. Bis Mitte Juni konnten 65 Voten entgegen genommen werden. 5 Personen nahmen für das Trinkwasser aus dem Bodensee Stellung: „sauberes, qualitativ hochwertiges Wasser“. Am eigenen Wasser wurden die höhere Wasserhärte (Kalk) und die Gülle bemängelt. Eine Person hat beides angekreuzt mit der Begründung, dass der Quellfluss unregelmässig wäre. 59 Personen nahmen für das eigene Wasser Stellung. Die Argumentation kann grob in zwei Gruppen zusammengefasst werden: 1. Nähe: „Ressourcen vor Ort nutzen; kürzerer Weg zum Verbraucher; weniger Energieverbrauch; Selbstversorgung; Autonomie; Unabhängigkeit; wir leben näher bei den Quellen; logischer“. 2. Qualität: „frisch; natürlich; gesünder; reiner; sicherer; sauberer; lebendiger; geschmacklich besser; besser geht’s nicht; bessere Energiequalität des Wassers; keine Hormone im Wasser; weniger Kalk; besser überprüfbar; Mineral-haltiger“. Insgesamt also 6 Voten für das Bodenseewasser und 60 Voten für das eigene Wasser. Aufgrund dieses Resultates ist klar, dass die Gemeinderäte von Trogen und Speicher alles unternehmen müssen um das eigene Trinkwasser zu schützen. Dazu braucht es in erster Linie für den Bruderbach eine angemessene Schutzzone. | |
| Sonntag, 20.11.2005 00:00 | |
| Licht und Dunkel | |
![]() |
Licht ist überall auf der Welt Sinnbild des Guten. Zuviel Licht birgt aber auch gesundheitliche Risiken. In jüngster Zeit werden vermehrt mögliche Zusammenhänge zwischen Lichtverschmutzung und Krebs diskutiert. Auch für Tiere ist die nächtliche Beleuchtung ein Problem - oder gar eine tödliche Falle. Der Biorhythmus der Natur braucht nicht nur Licht sondern auch Phasen der Dunkelheit. Die offizielle Beleuchtungspolitik nimmt aber wenig Rücksicht darauf. Die - speziell im Winter - phantastische Sicht auf unseren Sternenhimmel verschwindet mehr und mehr und gerade in dieser Jahreszeit investieren Kommunen und Private immer mehr in die Anschaffung und den Betrieb unnötiger Beleuchtungen. Die Folge ist eine immer unerträglicher werdende Lichtverschmutzung. Deshalb fordern wir vom Grünen Appenzellerland eine differenzierte und umweltgerechte Lichtpolitik. |