Nach 319 Jahren: Der Wolf ist zurück im Appenzellerland

Ein Wolf hat vor rund vier Wochen in Heiden zwei Schafe getötet. Dies haben genetische Analysen bestätigt. Wenige Tage zuvor wurden in Untereggen (SG) ebenfalls zwei Schafe durch einen Wolf gerissen. Ob es sich um denselben Wolf wie in Heiden handelt, wird derzeit mit einer zweiten genetischen Untersuchung abgeklärt.

Am 18. Mai 2014 erreichte die Jagdverwaltung Appenzell Ausserrhoden die Mitteilung, dass auf einem Landwirtschaftsbetrieb in Heiden zwei Schafe durch ein unbekanntes Tier getötet wurden. Um die Todesursache genau zu klären, wurden Proben an den Kadavern entnommen. Die genetische Analyse des Laboratoire de Biologie de la Conservation der Universität Lausanne zeigt, dass die Schafe von einen Wolf gerissen wurden, der bereits in Italien bekannt ist. Von einer zweiten Analyse werden noch nähere Angaben zur Identität des Wolfes erwartet.

Seit dem Vorfall am 18. Mai 2014 in Heiden sind bei der Jagdverwaltung Appenzell Ausserrhoden keine weiteren Hinweise über Schafsrisse und auch keine Wolfsbeobachtungen eingegangen. Somit ist unklar, ob es sich bei dem Wolf um ein Einzeltier handelt und wo er sich derzeit aufhält.

Letzter Wolf in Teufen erlegt

Die getöteten Schafe in Heiden werden dem Eigentümer gestützt auf die vergangenes Jahr geschaffene Regelung „Grossraubtiere in Appenzell Ausserrhoden“ finanziell entschädigt. Die letzte historische Überlieferung für einen Wolf in Appenzell Ausserrhoden geht 319 Jahre, auf das Jahr 1695, zurück. Damals wurde im Steineggerwald zwischen Teufen und Speicher, der letzte Wolf in Appenzell Ausserrhoden erlegt. Davon zeugt noch heute der „Wolfstein“ im Steineggerwald.

Wenige Tage vor dem Schafriss in Heiden wurden auch in Untereggen SG Schafe durch vermutlich denselben Wolf getötet. pd.

 

Nach historischen Quellen wurde der letzte Wolf in Ausserrhoden 1695 erlegt, daran erinnert der Wolfsstein im Steineggerwald heute noch. Foto: zVg.

Wolfsteinhttp://www.tposcht.ch/news/nach-319-jahren-der-wolf-ist-zuruck-im-appenzellerland/

 

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10 Jahre Grünes Appenzellerland

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Abstimmungsempfehlungen

Am 17.4.2014 hat die Vollversammlung des Grünen Appenzellerlandes folgende Parolen beschlossen:

 

Eidgenössisch
Bundesbeschluss über die medizinische Grundversorgung Nein
Volksinitiative „Für den Schutz fairer Löhne“ Stimmfreigabe
Volksinitiative „Pädophile sollen nicht mehr mit Kindern arbeiten dürfen“ Nein
Bundesgesetz über den Fonds zur Beschaffung des Kampfflugzeugs Gripen Nein
Kantonal
Kantonsverfassung, Teilrevision (Reform der Staatsleitung) Hauptantrag: Nein
Eventualantrag: Ja

 

Es ist nicht einzusehen, wieso für einen Teil einer Berufsgruppe in der Verfassung eine angemessene Abgeltung festgeschrieben werden soll während andere Berufe (wie zum Beispiel die Hebammen) mit einem viel tieferen Durchschnittseinkommen nicht erwähnt werden. Die nein-Parole wurde ohne Gegenstimmen geschlossen.

Es sind Beispiele denkbar (18 Jähriger mit 15 jähriger Freundin) bei welchem der vorgesehene Automatismus des Berufsverbotes nicht gerecht und sinnvoll ist. Genau wie bei der Ausschaffungsinitiative muss auch hier jeder Fall separat beurteilt werden. Die nein-Parole wurde ohne Gegenstimmen geschlossen.

Ein Mindestlohn, der ein menschenwürdiges Leben ermöglicht, ist wünschbar. Der vorliegende Vorschlag mit Fr. 22 pro Stunde ist aber zum Beispiel für die Landwirtschaft zu hoch. Das Risiko eines Verlustes von Arbeitsplätzen ist gerade in diesem Arbeitssegment beträchtlich. Es wurde Stimmfreigabe beschlossen.

Die neuen Kampfflugzeuge werden aus ökologischen und ökonomischen Gründen mehrheitlich abgelehnt.

Ein Regierungsrat mit 7 Mitgliedern kann die Bevölkerung besser repräsentieren als einer mit 5. Im Hinblick auf die historisch gewachsenen Vormachtsstellung der FDP ist dies in Ausserrhoden speziell wichtig. Deshalb wurde der Hauptantrag abgelehnt, die anderen Änderungen (Eventualantrag betreffend Vollamt, Amtszeitbeschränkung) wurden gutgeheissen.

 

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Vollversammlung April 2014

Wir treffen uns am Donnerstag 17. April, 20 Uhr im Oberdorf 11 in Trogen.

Traktanden:

  1. Abstimmungen: Medizinische Grundversorgung; Pädophilen-Initiative; Mindestlohn; Gripen
  2. Grüne Post
  3. „Jugend aufs Podium“
  4. Sommerfest
  5. Erweiterung Vorstand Grünes Appenzellerland
  6. Info „AXPO-Sitzungen“
  7. Zusammenarbeit Grüne CH

 

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Stimmkraftgleichheit: die Diskussion

Tele Ostschweiz 5.3.14. Titel: Ausserrhoden (suchen in Mediathek: http://www.tvo-online.ch/mediathek)

tvo mars 14 Kopie

 

App. Ztg. 6.3.14:proporz app ztg

 

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Stimmkraftgleichheit zum Zweiten

Mit dem Entscheid vom 12. Februar 2014 zum Proporzwahlverfahren für den Grossen Rat des Kantons Wallis bemängelt das Bundesgericht die zu kleinen Wahlkreise im Wallis. Nach diesem Urteil sollte dem Ausserrhoder Regierungsrat endlich klar werden, dass auch unsere Wahlkreise zu klein sind. Sein Entwurf zur Teilrevision des Gesetzes über die politischen Rechte ist nun definitiv Makulatur.

Urteil vom 12. Februar 2014 (1C_495/2012)
Proporzwahlverfahren für den Grossen Rat des Kantons Wallis

Das Bundesgericht heisst eine von mehreren Stimmberechtigten aus verschiedenen Parteien gemeinsam erhobene Beschwerde gut und stellt fest, dass das Verfahren für die Wahl des Grossen Rats des Kantons Wallis vor der Bundesverfassung nicht standhält. Das bisher praktizierte Wahlsystem genügt den Anforderungen an ein Proporzwahlverfahren nicht, weil die Wahlkreise teilweise zu klein sind. Das Bundesgericht fordert die zuständigen kantonalen Behörden auf, eine bundesverfassungskonforme Wahlordnung zu schaffen.

Die Wahlen für den Grossen Rat erfolgen nach dem Proporzwahlverfahren. Dieses zeichnet sich dadurch aus, dass es den verschiedenen Gruppierungen eine Vertretung ermöglicht, die weitgehend ihren Wähleranteilen entspricht. Soweit in einer Mehrzahl von Wahlkreisen gewählt wird, hängt eine repräsentative Vertretung der politischen Gruppierungen unter anderem von der Grösse der Wahlkreise ab. Fehlen geeignete ausgleichende Massnahmen, sind zu kleine Wahlkreise mit einem echten Proporzwahlverfahren und im Grundsatz mit der Wahl- und Abstimmungsfreiheit (Art. 34 Abs. 2 BV) nicht vereinbar.

Wahlkreise sind im Kanton Wallis die Bezirke bzw. Halbbezirke. Die 130 Abgeordneten-Sitze werden nach der Zahl der Schweizer Wohnbevölkerung auf sie verteilt. Bei der Wahl für die Legislaturperiode 2013-2017 wurden in der Hälfte der vierzehn Wahlkreise sechs oder weniger Sitze vergeben, in den beiden kleinsten Wahlkreisen gar nur zwei Sitze. So kleine Wahlkreise sind in einem Proporzwahlverfahren nicht zulässig, weil das natürliche Quorum für einen Sitzgewinn zwischen 14 % und 33 % beträgt. Das natürliche Quorum soll 10 % grundsätzlich nicht übersteigen. Dass die Wahlkreiseinteilung im Kanton Wallis historisch bedingt ist, rechtfertigt keine derart erheblichen Einbrüche in das Proporzwahlverfahren. Zwar hat das Bundesgericht vor zehn Jahren eine Beschwerde gegen das Wahlsystem mit Rücksicht auf die grosse Bedeutung der Bezirke abgewiesen. Seither haben sich aber die Umstände geändert: Zum einen sind Möglichkeiten bekannt geworden, die es erlauben, kleine Wahlkreise bestehen zu lassen und die damit verbundenen Mängel auszugleichen. Zum andern sind im Kanton Wallis organisatorische Bestrebungen im Gange, welche die Bedeutung der Bezirke relativieren.

Will der Kanton an den Bezirken bzw. Halbbezirken als Wahlkreise festhalten, so muss er in geeigneter Weise ausgleichende Massnahmen ergreifen. Zu denken ist namentlich an die Schaffung von Wahlkreisverbänden sowie an die Methode „Doppelter Pukelsheim“. Entsprechende Verfahren haben sich in den letzten Jahren in verschiedenen Kantonen etabliert und bewährt. Es obliegt dem Walliser Gesetzgeber, die für eine mit der Bundesverfassung vereinbare Proporzwahl erforderlichen Voraussetzungen zu schaffen, wobei das Bundesgericht anmerkt, dass eine Stärkung des Proporzgedankens auch durch eine Wahlkreisreform auf Stufe Kantonsverfassung erreicht werden könnte.

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Stimmkraftgleichheit

Medienmitteilung vom 6.2.2014

Die Neuverteilung der Kantonsratssitze wird von der FDP AR mit Hinweis auf eine gerechtere Repräsentation der Bevölkerung im Kantonsrat und einer Verbesserung der Stimmkraftgleichheit unterstützt. Es mag sein, dass die Vorlage zu einer optimaleren Vertretung der Gemeinden im Kantonsrat führt. Im Hinblick auf die Vertretung der politischen Parteien bleibt unser System aber ungerecht, weil die meisten Wahlkreise weiterhin viel zu klein bleiben. In Nidwalden wurden die Zeichen der Zeit erkannt und 2013 ein Proporz-Wahlsystem eingeführt. Bei uns wehrt sich nur eine Partei gegen die Einführung eines politisch gerechten Wahlsystems – wohl aus Angst vor dem Verlust ihrer Pfründe. Begriffe wie „Stimmkraftgleichheit“ und „gerechte Repräsentation im Kantonsrat“ sind deshalb noch nicht angebracht. Eher könnten diejenigen Ausserrhoder, welche nicht im Kantonsrat repräsentiert werden und somit keine Stimmkraft haben, das Ganze als Augenwischerei bezeichnen.

majorzproporzBild: Postkarte aus dem Abstimmungskampf um die Wahlrechtsreform in der Schweiz, 1910

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Stacheldrahtverbot zum Zweiten

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Stacheldrahtverbot

Stacheldrahtverbot

Mit Änderung vom 23. Oktober 2013 wurde in der Tierschutzverordnung ein Stacheldrahtverbot ausgesprochen. Ausnahmen sollen nur im Jura möglich sein. Leider gilt dieses nur f’ür Pferde und Lamas.

Ein Rundgang um den Gäbris vom 8.1.14 zeigt, dass auch im Appenzellerland noch viele Stacheldrahtzäune stehen. Innerhalb zweier Stunden wurden schätzungsgsweise 1000 m Stacheldraht geortet. Diese Stacheldrähte behindern Sommer und Winter die Bewegungsfreiheit der Wildtiere und sollten endlich entsorgt werden.

Das Bild mit wahrscheinlich, menschlichem Haar, stammt von der Südflanke des Gäbris, wo häufig Spatziergänger die Aussicht in den Alpstein und die Sonne geniessen. Der Waldrand ist über hunderte von Metern mit Stacheldraht „gesichert“.

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Nächste Vollversammlung

Liebe Grüne

Zum letzten Mal im 2013 treffen wir uns am Sonntag 8. Dezember 2013 für die Vollversammlung und zwar dies mal im Bildungshaus Lindenbühl Trogen um 9.30.

Traktanden:

– Stand Initiative / rechtliches Gehör sauberer Strom

– App. Zeitung Wahlempfehlung

– Vorstandserweiterung Grünes Appenzellerland

– Mitarbeit im Vorstand der Grünen Schweiz

– Initiative Parkplatzbewirtschaftung

– Unterschriftensammlung Gripen

– Grüne Post: Stand?

– Petition Lichtverschmutzung: Stand?

– Diverses

Fahrplan:

Ab St. Gallen 9.02 Trogen an 9.27

Ab Heiden: 9.01 Trogen an 9.24

Wer gerne ein Taxi wünscht, soll sich per Mail oder telefonisch bei Christian melden. Abfahrt wär dann 9.27 ab Bahnhof Trogen.

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